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Doria, 25 Jahre

Nervenkitzel durch Kryptowährung

Bei klassischen Glücksspielen wird oft davor gewarnt, nicht gleich sein gesamtes Geld zu verzocken. Aber was ist, wenn man sein Geld verliert, indem man es investiert? Wir haben uns das Thema Kryptowährung mal genauer angeschaut.

Natürlich sind Geldanlagen nicht zwangsläufig ein Verlustgeschäft. Die Idee ist es ja, durch Investieren auf lange Sicht mehr aus seiner Kohle zu machen.

Es gibt allerdings auch Wege, die mit einem gewissen Risiko verbunden sind – und dazu gehören Kryptowährungen. In diesem Beitrag decken wir auf, warum die Welt von Bitcoin und Co. so verlockend ist, und wo genau das Problem bei der digitalen Währung liegt.

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So funktioniert Bitcoin

Vor etwa zehn Jahren wurde die erste Kryptowährung (Bitcoin) erschaffen. Wer dahinter steckt , das weiß niemand, denn der Erfinder oder die Erfinderin arbeitet bis heute unter einem Pseudonym.

Damals, 2010, war ein Bitcoin nur acht Cent wert. Im Januar 2021 erreichte sein Wert 40.000 US-Dollar – das entspricht etwa 35.000 Euro . Im Sommer halbierte sich der Wert auf 20.000 und stieg später wieder im November auf 68.000 Dollar an – und auch dazwischen gab es einige Schwankungen im Wert.

Ein großer Grund für den Hype rund um Kryptowährungen: investiert man zum richtigen Zeitpunkt, kann man schnell reich werden, und das mit wenig Aufwand. Viele möchten diese Chance nicht verpassen. Für einige ist es auch einfach purer Nervenkitzel, die die steigenden und fallenden Kurse zu beobachten und sich darüber mit anderen auszutauschen.

Jedoch hat das Ganze seine Schattenseiten, denn investiert man eben zum falschen Zeitpunkt, kommt es schnell zu Verlusten.

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Wahn um Währung

Kryptowährung ist digitales Geld. Um das Ganze besser zu verstehen, schauen wir uns mal das Wort Bitcoin, die erste Form von Kryptowährung, näher an.

Bit = digitale Speichereinheit, Coin=Münze.

Bitcoin heißt also digitale Münze, was es ziemlich auf dem Punkt trifft, denn es handelt sich um virtuelles Geld. Der große Unterschied zu herkömmlichem Geld ist die Macht. Normalerweise bestimmen Banken und Staat über Geld, wie viel davon im Umlauf ist. Aber bei Kryptowährung hat niemand die Kontrolle, denn sie funktioniert unabhängig.

Entscheidend ist bei Kryptowährung vor allem die Informationssicherheit. Es ist alles so verschlüsselt, dass die Transaktionen, also die Überweisungen, anonym ablaufen. Die Sicherheit wird durch sogenannte Blockchains gewährleistet. Blockchains sind recht komplex, aber kurz erklärt bilden sie das technische System hinter der Kryptowährung, indem die Daten in einer bestimmten Reihenfolgen verschlüsselt aneinander angeordnet werden und durch die tausende von Rechnern im Bitcoin-Netzwerk geprüft werden. Mittlerweile gibt es neben Bitcoin schon über 5.000 verschiedene Kryptowährungen.

Leicht dabei

Das Verlockende dabei: Es ist ziemlich einfach, sich an diesem digitalen Markt zu beteiligen. Zu Beginn der Kryptowährung-Zeiten war der Erwerb von digitalen Coins noch sehr kompliziert. Heutzutage ist es in manchen Ländern schon möglich, per Paypal oder Amazon zu investieren. Daneben gibt es eine ganze Reihe von Apps, die man auch in Deutschland nutzen kann, um Kryptowährung zu kaufen und die Kurse zu verfolgen. Es können so gut wie alle Interessierten investieren, so lange sie volljährig sind. und selbst Minderjährige können mit Erlaubnis der Eltern ein Konto eröffnen. Laut einer Untersuchung von bitcoin.com nehmen mittlerweile weltweit über 100 Millionen Menschen an der Kryptowährungwelt teil.

Schwankende Kurse und Suchtpotenzial

Es scheint vielversprechend zu sein. Jedoch gibt es einige Risiken, über die man Bescheid wissen sollte – und vor denen beispielsweise auch die EU-Kommission warnt.

Parallelen zwischen Glücksspiel und Kryptowährung wurden bereits 2018 durch einer Studie aus dem Center for Gambling Studies in New Jersey bestätigt. Es stellte sich heraus, dass der Handel mit Kryptowährung mit Risiken wie Spielsucht, Depressionen und Angstzuständen verbunden ist. In Schottland gibt es schon das erste Behandlungszentrum für Kryptowährungssucht. Die Klinik beschreibt die Sucht als vergleichbar mit einer modernen Epidemie. Anzeichen und weitere Informationen über die Sucht befinden sich auf ihrer Webseite.

Flüchtige Werte

Auch wenn es viele verschiedene Kryptowährungen gibt, teilen alle Kurse die gleiche Eigenschaft – ihr Verlauf ist unberechenbar! Es ist unmöglich zu wissen, wann der Wert steigen und fallen wird. Investiert man zum richtigen Zeitpunkt, kommt es zu einem Gewinn. Genauso schnell kann es aber auch nach hinten losgehen, wenn der Kurswert fällt und sich die Gewinne – und damit bares Geld – in Luft auflösen.

Viele junge Menschen nehmen hauptsächlich aus Interesse an dem Crypto-Hype teil. Auch hier gilt die Faustregel: Man sollte nur so viel investieren, wie man auch bereit ist, zu verlieren. Übersteigt man jedoch seine persönlichen Grenzen, kann das schnell zu Verlusten kommen.

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Verzockt?

Du bist beim Investieren auf’s Ganze gegangen und jetzt weißt du nicht, wie du aus der Situation wieder rauskommst? Hier findest du erste Anlaufstellen. Tausch dich per Telefon vor Ort oder online aus.

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Fehleinschätzungen

Fast zwei Drittel der Gen Z (das sind alle mit Geburtsdatum zwischen 1997 und 2012) gehen davon aus, dass sie mit Crypto reich werden könnten. Diese Haltung kann schnell dazu führen, Entscheidungen zu überstürzen und finanzielles Risiko einzugehen. Dies wurde in der Studie „The Pulse of the American Consumer“ aus dem Jahr 2021 herausgefunden. Bitcoin & Co sollten auf keinen Fall als sichere Geldanlage betrachtet werden.

Krypto-Spiele

Kritisch wird es außerdem, wenn man die Kontrolle über seine Ausgaben verliert. Dieses Risiko besteht zum Beispiel bei krypto-basierten Videospielen. Seit 2019 gibt es die Möglichkeit, über virtuelle Spiele Profit zu machen. Bei “Cryptokitties” werden Spielelemente erworben und gegen das virtuelle Geld verkauft. Durch das Spielen besteht die Gefahr, dass man vergisst, dass es sich dabei um echtes Geld handelt, ähnlich wie bei Glücksspielen.

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