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Theresa, 26 Jahre

Psycho-tricks auf TikTok, Insta & Co.

Man öffnet für einen Moment eine Social Media App und zack, plötzlich ist eine halbe Stunde vergangen. Doch warum passiert es uns so häufig, dass wir mehr Zeit auf TikTok, Instagram und Co. verbringen, als wir eigentlich wollten?

Mit dafür verantwortlich sind verschiedene Strategien der Social Media Anbieter:innen. Das Ziel der Unternehmen ist es, die Nutzer:innen dazu zu bringen, möglichst viel Zeit auf deren Plattform zu verbringen und so den Profit der Firma zu steigern. Die beliebtesten Tricks stellen wir euch hier vor – und wie ihr damit umgehen könnt.

1. Like Button

Jeder Mensch hat ein Grundbedürfnis nach sozialer Anerkennung. Es tut gut, von anderen gemocht zu werden und das wissen auch Social Media Unternehmen. Aus diesem Grund wurde schon früh in der Geschichte von Social Media der sogenannte Like-Button eingeführt. Bekommt man ein Like, schüttet unser Gehirn Dopamin aus. Das Belohnungszentrum wird aktiviert und Glücksgefühle werden in uns ausgelöst.

Doch der Like-Button hat noch eine weitere Funktion. Geben wir durch Likes an, dass wir eine bestimmte Art von Posts mögen, verändert sich der Algorithmus unseres Social Media Feeds. Das bedeutet, dass uns mehr zielgerichtete Beiträge und auch Werbung angezeigt wird. Diese wird, basierend auf den Likes, auf jede:n User:in persönlich zugeschnitten.

Unser Tipp: Es ist zwar schön, über Likes Bestätigung zu erhalten. Sei dir dennoch bewusst, dass dein Selbstwert nicht von der Anzahl deiner Likes abhängen sollte!

2. Pull-to-refresh

Pull-to-refresh steht für das Aktualisieren neuer Inhalte per Klick oder Swipe. Die ständig neuen Informationen führen zu einem Überraschungseffekt – schließlich wissen wir nie, welche Art von Posts uns als nächstes erwartet. Dieses Prinzip wird übrigens auch bei Glückspielautomaten angewandt, um Personen dazu zu bringen, immer weiter zu spielen!

Der Pull-to-refresh Automatismus birgt die Gefahr, süchtig zu machen. Das Risiko, abhängig zu werden, wird größer, je abwechslungsreicher der Social Media Feed ist (Harris, 2016).

Unser Tipp: Erinnere dich daran, dass es nicht schlimm ist, solltest du mal ein neues Bild verpassen. Denn seien wir mal ehrlich: So wirklich verpassen tut man nichts, oder?

3. Infinite Scrolling

Infinite Scrolling kann mit „unendlichem Scrollen“ auf Social Media Feeds übersetzt werden.  Vor allem auf der „Explore“-Seite von Instagram und Co. fällt es Menschen schwer, mit dem Durchgucken von Bildern und Videos aufzuhören. Das liegt daran, dass die meisten Feed-Seiten kein Ende haben – rein theoretisch könnte man also ewig weiterwischen, ohne stoppen zu müssen.

Unser Tipp: Setze dir ein Zeitlimit, wie lange du auf Social Media sein möchtest. Ist die Zeit um, zähle bis 3 und schließe dann deine App, ohne weiter darüber nachzudenken.

4. Push-Nachrichten

Fast jede Nachrichten-, Verkehrs- und Social Media App hat eine Funktion für Push-Nachrichten. Diese fungieren auf deinem Smartphone als externe Trigger (englisch für „Auslöser“) und führen dazu, dass man seine Social Media Apps öffnet.

Unser Tipp: Unter „App-Einstellungen“ kannst du auf deinem Smartphone ganz einfach die Push-Nachrichten verschiedener Apps gezielt deaktivieren. Dadurch kannst du selbst kontrollierter entscheiden, ob du gerade Zeit auf Social Media verbringen möchtest oder nicht.

5. Autoplay

Unter Autoplay versteht man das automatische Abspielen eines Videos. Vor allem auf YouTube oder Netflix, aber auch auf TikTok führt diese Funktion häufig zum sogenannten „Binge-Watching“. Der Automatismus ist dem Infinite Scrolling sehr ähnlich. Beide Tricks haben zur Folge, dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt, ob man nach einem Video ein weiteres angucken möchte – durch das automatische Abspielen geschieht es ganz von selbst.

Unser Tipp: Genau wie die Push-Nachrichten kannst du auch die Autoplay Funktion auf YouTube etc. abschalten. So kannst du dich nach jedem geschauten Video erneut fragen: Möchte ich ein weiteres ansehen, und falls ja, welches?

Quelle: Intern

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